Baumwollputz (Flüssigtapete aus Baumwolle) – eine exclusive Wandbeschichtung

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Wer eine Renovierung seiner Wohnung plant oder einen Neubau einrichten will, muss sich für eine Wandgestaltung entscheiden. Tapete, Raufaser oder -putz, oder eine warme, klimaausgleichende Beschichtung aus nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen, die es nicht nur in allen möglichen Wunschfarben gibt, sondern die sich auch sehr leicht selbst auftragen lässt, nämlich Baumwollputz?

Was ist Baumwollputz?

Baumwollputz besteht zu etwa 90% aus Baumwollfasern, gemischt mit Bindemittel und gegebenenfalls Effektmaterial. Das trockene Material wird mit Wasser angerührt und aufgetragen. Mit Baumwollputz behandelte Wände sind nicht nur sehr dekorativ, sondern auch atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, schallabsorbierend und wärmedämmend.

Untergrund vorbereiten

Damit durch die Feuchtigkeit im Baumwollputz keine Substanzen aus dem Untergrund gelöst werden und nach dem Abtrocknen unschöne Flecken verursachen, empfiehlt sich die Vorbehandlung eventuell vorbelasteter Flächen mit in der Regel zwei Schichten Isolieranstrich, wobei ein zusätzlicher Anteil von Quarzsand oder Marmorgranulat den Untergrund rauer macht und der Baumwollputz besser mit der Glättkelle aufgetragen werden kann.

Anrühren und Auftragen des Baumwollputzes

Der Baumwollputz wird mit warmem Wasser von Hand angerührt und muss dann etwa eine Stunde ausquellen. Nach erneutem Umrühren ist er verarbeitungsbereit. Es gibt zwei verschiedene Verfahren zum Verarbeiten des Baumwollputzes, das Spritzverfahren und das Spachtelverfahren. Für Decken und größere Flächen bietet sich das Spritzverfahren an, dabei wird der Baumwollputz mit einer üblichen kompressorbetriebenen Spritzpistole in drei Schichten aufgesprüht, wobei jede Schicht erst durchtrocknen muss, ehe die nächste aufgetragen wird. Der Nachteil dieses Verfahrens ist das möglicherweise aufwendige Abdecken der angrenzenden, nicht zu bespritzenden Flächen. Mit dem Spritzverfahren erhält man eine etwas gröbere Struktur. Wer noch keine Erfahrung im Auftragen von Baumwollputz im Spachtelverfahren hat, sollte am besten zuerst die für einen Quadratmeter empfohlene Menge anrühren und auf einem abgemessenen Probequadratmeter auftragen. Dabei lässt sich die optimale Technik zum Auftragen mit der Glättkelle üben und man entwickelt ein Gespür für die richtige Dicke, die bei etwa einem Millimeter liegt. Grundsätzlich wird der Baumwollputz mit der flexiblen Kunststofftraufel von den Ecken und Kanten ausgehend zur Wandmitte aufgetragen, wobei die Traufel leicht schräg gehalten wird. Der Auftrag erfolgt ohne viel Kraftaufwand und das Material wird nicht wie beim Reibeputz verrieben. Falls Riefen entstanden sind, lassen sich diese noch nachglätten, bevor das Material getrocknet ist. Die Arbeit kann ohne Probleme unterbrochen werden, fertig angerührtes Material muss nur zweimal am Tag durchgerührt werden und etwa eine halbe Stunde, bevor man weitermacht, sollte die Kante vom Vortag auf etwa 40 cm Breite mit Wasser eingesprüht und durchfeuchtet werden. Besser ist es natürlich die Wand gleich komplett fertig zu stellen. Wenn der Baumwollputz fertig aufgetragen wurde, benötigt er etwa drei Tage zum Durchtrocknen. Durch Heizen auf 25°C, Raumentfeuchter, Ventilatoren und regelmäßiges Stoßlüften sollte das Trocknen bei ungünstiger Witterung unterstützt werden, um Fleckenbildung zu verhindern.

Unterschiede zu normalen Tapeten

Im Gegensatz zum normalen Tapezieren ist das Verarbeiten von Baumwollputz keine große Kunst. Man muss keine Überlappungen oder schräg verlaufenden Tapetenbahnen fürchten, unebene Wände und Kanten sind kein Problem, es gibt keine Blasen, auch lösen sich keine Tapetenränder. Falls man im Nachhinein noch Fehler findet, oder wenn die Flüssigtapete im Laufe der Zeit an stark beanspruchten Stellen, wie beispielsweise rund um den Lichtschalter, Spuren zeigt, kann man das einfach nachbehandeln und praktisch unsichtbar ausbessern, wenn der Baumwollputz mit der Glättkelle aufgetragen wurde. Gespritzter Baumwollputz lässt sich aufgrund der einmaligen Struktur nicht spurlos ausbessern. Etwas aufwendiger ist die Vorbehandlung der Wände mit Isolierfarbe und die Trocknungszeit von drei Tagen ist auch länger als bei normalen Tapeten. Dafür kann man den Baumwollputz beim nächsten Renovieren einfach über die bestehende Schicht auftragen, die positiven Eigenschaften von Feuchtigkeitsaufnahme, Isolierwirkung und Schalldämmung werden mit jeder weiteren Schicht immer besser. Über den Autor: Dirk Mohs, Jahrgang 1967, ist Experte für Baumwollputz. Er schreibt regelmäßig in seinem Blog unter http://www.baumwollputz-fair.de zum Thema Renovieren.

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