Teppichmotten bekämpfen – so geht’s richtig

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Teppiche mit Teppichmotten
Wer Teppichmotten zu spät bekämpft, braucht oft einen neuen Teppich | © depositphotos.com @ Bombaert

Textilmotten (Teppichmotten, Kleidermotten) sind eine wahre Plage. Sind die kleinen Tierchen, die eigentlich zu den Schmetterlingen gehören, erst einmal im Haus, so ist oft guter Rat teuer. So sehr man auch putzt, wäscht und den Staubsauger bemüht: nach ein paar Tagen oder Wochen sind die kleinen Tierchen wieder da. Insbesondere auch an Teppichen hinterlassen die kleinen Tierchen große Schäden, denn häufig fressen die Mottenlarven große Löcher hinein und der Teppich muss bereits nach kurzer Zeit getauscht werden. In diesem Artikel erklären wir, wie Motten sich vermehren und was Sie gegen Teppichmotten unternehmen können.

Die Teppichmotte

Verantwortlich für die Schäden am Teppich ist die Kleidermotte; eine spezielle Teppichmotte gibt es nicht. Wichtig zu wissen ist, dass die ausgewachsene Motte keine Nahrung aufnimmt. Ihr kurzes Leben ist einzig nur der Fortpflanzung bestimmt. Der eigentliche Schädling ist die Larve.

Wenn nun ein Mottenweibchen ihre 200-300 Eier ablegt, so tut sie dies in dunklen Ecken. Der Mensch ahnt von dieser Bedrohung somit erst einmal noch nichts. Nach ca. 2 Wochen (abhängig von den Umweltbedingungen) schlüpfen die Mottenlarven. Diese benötigen nun zur Nahrungsaufnahme und für die spätere Verpuppung das Protein Keratin. Dieses findet die Larve in tierischen Produkten, wie z.B. Wolle, Fellen oder Pelzen. Auch Baumwolle und Synthetik werden gefressen, allerdings nicht verdaut.

Aufgrund der hohen Anzahl eines einzigen Geleges, kann man sich vorstellen, wie viele Mottenlarven sich bereits in der zweiten oder gar dritten Population entwickeln und welche Schadwirkung hier entsteht. Aus diesem Grund ist es wichtig, gegen Textilmotten so schnell wie möglich vorzugehen. Dabei nutzt es nicht, nur die sichtbaren, adulten Motten zu erlegen. Das Übel muss an der Wurzel, sprich dem Vermehrungszyklus der Motte, angepackt werden.

Schlupfwespen gegen Teppichmotten / Textilmotten

Am sichersten und vor allem auch einfachsten ist die Bekämpfung der Motten mit einem natürlichen Feind – den Schlupfwespen. Diese sind sogenannte Nützlinge und nur ungefähr 0.3 mm groß (bzw. klein).

Diese Schlupfwespen kann man einfach im Internet beziehen. Zum Beispiel finden Sie hier einen Großhändler, der auch an Endkunden verkauft. Dadurch bekommen Sie einen guten Preis. Sie erhalten dann im Abstand von jeweils 3 Wochen insgesamt 5x per Post kleine Kärtchen, auf denen die Eier der Schlupfwespen aufgeklebt sind. Diese Kärtchen legen Sie dann in der Nähe der befallenen Stellen einfach aus und lassen die Natur den Rest für Sie erledigen.

So wirken Schlupfwespen

Die kleinen Nützlinge, die übrigens nicht fliegen können, krabbeln zu den nahegelegenen Motteneiern. Mit ihrem Legestachel pflanzen Sie nun in die Motteneier ihre eigenen Eier. Aus dem Ei der Motte kann keine Mottenlarve mehr schlüpfen. Stattdessen wächst eine Schlupfwespe heran, die sich, einmal erwachsen, erneut auf die Suche nach weiteren Motteneiern macht.

Bei konsequenter Behandlung mit Schlupfwespen über einen Gesamtzeitraum von 15 Wochen sind die Motten im Heim in der Regel ausgerottet und die restlichen Schlupfwespen zerfallen zu Staub.

Vorteile von Schlupfwespen zur Mottenbekämpfung

Die Vorteile bei dieser Methode liegen dabei auf der Hand. Praktisch unsichtbar, weil sie so klein sind, arbeiten die Schlupfwespen für Sie. Sie selbst bekommen davon nichts mit. Sie verzichten auf die chemische Keule, die noch nicht einmal immer hilft, aber pures Nervengift ist. Gerade bei Kindern, chronisch kranken oder alten Menschen und Haustieren können wir die Anwendung von Chemie überhaupt nicht empfehlen.

 

 

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