Minze im eigenen Garten pflanzen

Minze im Garten
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Minze ist ein äußerst vielseitiges Gewächs, welches zum Beispiel zur Verfeinerung von Speisen und Getränken verwendet werden kann. Da frische Minze immer noch am besten schmeckt, bietet sich der Anbau im eigenen Garten an. Alles zur Pflege, der Überwinterung und zur Vermehrung erfahren Sie hier.

Minze ist vielfältig

Es gibt so viele verschiedene Sorten der Minze, dass eine vollständige Liste den Rahmen sprengen würde. Beachtet werden sollte in jedem Fall, dass sich nicht alle Sorten für den Anbau im Garten eignen und nur einige winterfest sind. Wenn Sie gerne verschiedene Arten anpflanzen möchten, sollten Sie außerdem eine Sperre zwischen die einzelnen Sorten bauen. Da sich die Pflanze schnell vermehrt, kann es sonst unter Umständen zu einer Vermischung kommen. Besonders beliebt sind die Apfel-Minze, die Bachminze und die Wasserminze. Zu den winterharten Sorten gehören außerdem die gekrauste Minze, die Englische Minze und die Kärtner Minze.

Die richtige Pflege der Pflanzen

Im Prinzip sind die hübschen, wohlduftenden Gewächse sehr unkompliziert, was Anbau und Pflege betrifft. Generell sollte Minze an einer schattigen Stelle im Garten angepflanzt werden. Außerdem benötigen diese Pflanzen sehr viel Feuchtigkeit, welche sie am besten im Halbschatten gedeihen lässt. Zudem sollte der Standort luftig sein, um Schimmel vorzubeugen. Auch an die Erde stellt Minze keine besonderen Ansprüche; in Humus wächst sie allerdings besonders gut. Gegossen werden sollte Minze sehr regelmäßig, da sie am schnellsten in einem dauerhaft feuchten Untergrund spriest. Spätestens wenn die Blätter hängen, benötigt die Pflanze dringend Wasser. Staunässe sollte trotzdem vermieden werden. Ein spezieller Dünger ist nicht notwendig – vor allem dann nicht, wenn humusreiches Substrat verwendet wird.

So wird die Minze überwintert

Sofern es sich um eine winterharte Sorte handelt, müssen Sie nichts weiter tun. Allerdings sollten die Minze gegen Ende des Herbstes zurückgeschnitten werden. Ansonsten ist das Risiko zu hoch, dass sich die Feuchtigkeit in Bodennähe hält und der Frost die Wurzeln schädigt oder sich Schimmel bildet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der deckt das entsprechende Beet mit etwas Reisig oder Stroh ab. Sofern es sich um nicht winterfeste Sorten handelt, sollten diese im Winter nach drinnen gebracht werden. Hierzu bietet sich ein Kellerraum an, in welchem das ganze Jahr über konstante Temperaturen herrschen und kein Frost auftritt.

Vermehrung der Minze

Wenn Sie Ihre Minze vermehren möchten, dann gelingt das am besten mithilfe der Teilung der Wurzelstöcke. Alternativ hierzu können Sie einen kleinen Ausläufer vorsichtig entnehmen und an einer neuen Stelle einpflanzen. Die Vermehrung mit Stecklingen ist ebenfalls möglich, wie Sie auf Gartenbista.de nachlesen können.

Minze schneiden

Minze auf Schneidebrett
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Da Minze extrem schnell wächst, muss die regelmäßig geschnitten werden. Das Kürzen der Lippenblütler gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei der Pflege von Minze. Das Besondere: Minze wird sogar außerhalb der offiziellen Erntezeit gekürzt. Wer den richtigen Zeitpunkt verpasst, der riskiert, dass die wohlduftende Pflanze so stark wuchert, dass sie sich auch in benachbarte Beete ausbreitet. In der Regel wird Minze im Monat Juni zurückgeschnitten und noch ein zweites Mal im Dezember. Das Messer oder die Schere sollten über eine sehr scharfe Klinge verfügen, damit die Stängel sauber abgeschnitten werden können. Auf diese Weise bleibt die Ernte ansehnlich und die Pflanzen unversehrt. Nach dem Kürzen sollten noch zwei bis drei Blätter vorhanden sein, damit die Minze von neuem wachsen kann. Neben den Minzblättern und Stängeln sollten auch die Wurzeln gekürzt werden. Vor allem beim Winterschnitt müssen Gartenbesitzer radikal vorgehen. Der Großteil der Blätter und ein Teil der Wurzeln werden sauber entfernt.

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