Keller unter Wasser – was tun?

Überschwemmter Keller
Ist der Keller überschwemmt, sollte man keinesfalls kopflos vorgehen - © depositphotos.com @ ChiccoDodiFC

Wenn der Keller plötzlich unter Wasser steht, reagieren die meisten Hausbesitzer und Bewohner panisch. Kein Wunder, denn immerhin ist von der Flutung nicht nur das Gebäude selbst betroffen, sondern auch das Hab und Gut, welches in den Kellerräumen untergebracht wird. Wie Sie die Überflutung des Kellers weitestgehend ohne großen Schaden überstehen, erfahren Sie hier.

Noch bevor alle anderen Maßnahmen zur Trockenlegung ergriffen werden, muss die Gefahr eines Stromschlags gebannt werden. Bevor Sie also zu Eimer und Lappen greifen, kümmern Sie sich erst einmal um das Abstellen des elektrischen Stroms. Wenn die Elektrik mit Wasser in Berührung kommt, kann es ansonsten zu einem lebensgefährlichen Kurzschluss kommen. Falls sich der Stromkasten an einer kritischen Stelle direkt im überschwemmten Keller befindet, sollten Sie die örtliche Feuerwehr oder Ihren Energieversorger um Hilfe bitten. Gleiches gilt, wenn im Keller Heizöl oder ähnliche kritische Substanzen gelagert werden.

Schäden sichten und dokumentieren

Damit die Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommt, sollte alles genauestens dokumentiert werden. Erstellen Sie deshalb zeitnah eine Liste über alle Gegenstände, welche von der Überschwemmung betroffen sind. Zusätzliche Fotos und die Begehung mit Zeugen können im Ernstfall als wichtige Beweise dienen. Manchmal besteht die Versicherung auf die Begehung durch einen Gutachter. Entsorgen Sie deshalb beschädigte Dinge nicht voreilig – auch, wenn es schwerfällt.

Wasser mit der Hilfe einer Pumpe beseitigen

Gleich nach der Abschaltung des Stroms sollte mit dem Abpumpen des Wasser begonnen werden. Dieser Schritt ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn der Wasserpegel entsprechend hoch ist. Um Folgeschäden an den Dämmelementen und am verbauten Holz zu vermeiden, ist jetzt Eile geboten. Wenn sich diese Materialien erst einmal vollsaugen, sind sie nur schwer wieder zu trocknen und neigen zur Schimmelbildung. Auch die Entfernung von Schlamm sollte möglichst schnell erfolgen, da dieser sonst trocknet und sich zu einer festen Masse entwickelt. Je fester der Schlamm, desto schwieriger lässt er sich adäquat entfernen. Die richtige Reihenfolge sollte unbedingt beachtet werden: Zuerst das Wasser abpumpen und danach die herabgesunkenen Materialien entfernen. Im Anschluss an dieses Prozedere müssen die Räumlichkeiten mit elektrischen Trockengeräten getrocknet werden – diese können im Baumarkt ausgeliehen werden.

Folgeschäden effektiv vermeiden

Auch wenn der Schaden der Versicherung gemeldet wurde, sollten Sie dafür sorgen, dass die Folgeschäden möglichst geringgehalten werden. Konkret heißt das: Alle Dinge, welche unter der noch bestehenden Feuchtigkeit leiden könnten, müssen aus dem Keller entfernt werden. Hiervon sind insbesondere Elektrogeräte und Möbel betroffen. Schlimmere Schäden am Gebäude selbst werden durch die oben bereits erwähnten Trockengeräte vermieden. In der Regel müssen diese über mehrere Tage, manchmal sogar Wochen, angeschaltet bleiben, um die Substanz des Gebäudes bis in den Kern zu trocknen.

Entsorgen, aufräumen und reinigen

Zur Nachsorge gehört neben dem Entfernen der betroffenen Gegenstände und der Trockenlegung das Renovieren und Reinigen des Kellers. Allerdings lohnen sich diese Arbeitsschritte erst dann, wenn die Versicherung das Gebäude gesichtet hat und die Trockengeräte ihren Dienst geleistet haben.

Fachmann engagieren

Zum Schluss sollte der Keller von einem Profi begutachtet werden. Auf diese Weise können Sie sichergehen, dass keine weiteren Folgeschäden für das Gebäude drohen.

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