„Schatz, saugst du mal den Garten?“

Kaum steht der Herbst vor Tür, fängt die Arbeit für Hausbesitzer an. Das ganze Laub von den Bäumen, die Eicheln und Kastanien verunstalten Wiesenflächen und Beete und da stellt sich die Frage, wie das alles möglichst kraftsparend entsorgt werden soll? Der erste Gedanke gilt da dem guten alten Rechen, mit dem sich alles gut zusammenkehren und anschließend beseitigen lässt. Richtige Technikfans schwören allerdings mehr und mehr auf die sogenannten Laubsauger. Das sind kleine laute Maschinen, die im Grunde nach dem gleichen Wirkungsprinzip wie ein gewöhnlicher Hausstaubsauger funktionieren. Sie saugen die Blätter, Äste und Eicheln auf und ziehen sie in den dahinter hängenden Beutel hinein. Dieser lässt sich dann leicht abnehmen und der Inhalt anschließend im Mülleimer entsorgen. Dabei kommen moderne Laubsauger überall hin, denn sie laufen mit Akkus und kommen ohne ein störendes Kabel aus.

Die Kosten liegen für einen guten Laubsauger zwischen 50 und 200 Euro, je nach Modell, Fassungsvermögen und Marke und die meisten Hersteller gewähren natürlich auch die gesetzlich vorgeschriebene Garantie. Also alles super? Mitnichten. Laubsauger sind nämlich echte Schädlinge für das natürliche Gleichgewicht des Gartens und in ihrer Arbeit längst nicht überall erfolgreich. In offenen Beeten gelangen nicht nur Blätter in den Sauger, sondern auch viele kleine und nützliche Lebewesen wie Würmer, Ameisen, Schnecken und ähnliches. Außerdem wird viel lockere Erde abgetragen. Auf Kieselsteinen funktioniert der Sauger nicht, da sich die Blätter zwischen den Steinen verfangen und auch bei nassem Laub ist dieses oft einfach zu schwer, um zuverlässig beseitig zu werden. Hinzu kommt die Energie, die für den Betrieb der Laubsauger aufgewendet werden muss und natürlich auch der Lärm, der dem eines Rasenmähers entspricht. Da bleibt die Frage, ob Schatz wirklich mal eben den Garten saugen sollte oder ob es da nicht ein Rechen ebenso tut?

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