Auf den Wänden geht es mittelalterlich zu

Das Mittelalter kehrt zurück, so ist zumindest der erste Eindruck vieler Menschen, die zum ersten Mal den Lehmputz an der Wand sehen. Schon zu früheren Zeiten nahmen die Menschen Lehm zu Hilfe, um ihre Wände von Innen zu verkleiden. Das hatte nicht zwingend ästhetische Gründe, sondern war ganz einfach praktisch. Lehm konnte leicht aus einer Mischung von Erde, Wasser und Stroh hergestellt werden und war deshalb in erster Linie günstig.

Das hat sich heute geändert. Lehmputz ist längst zum Trendprodukt in Sachen Innenausbau geworden und das hat viele gute Gründe. Lehm ist äußerst robust und flexibel einsetzbar. Er lässt sich glatt streichen, mit Mustern versehen und individuell formen und färben. Lehm lässt sich für den Fachmann gut verarbeiten und kann jederzeit überstrichen werden, wenn einem die Farbe nicht mehr gefällt. So eignet sich das Material mit dem ursprünglichen Charme wunderbar für alle möglichen Wände. Hinzu kommen die positiven Eigenschaften für das Wohnklima. Lehm wirkt der Schimmelbildung entgegen, indem es die Feuchtigkeit aus der Luft filtert. Selbst bei unregelmäßigem Lüften bleibt so alles frisch und es lässt sich frei durchatmen.

Allerdings ist Lehmputz nichts für Anfänger. Die Verarbeitung hat ihre Tücken und so sollte sie vom Fachmann durchgeführt werden. Heute besteht der Lehm natürlich nicht nur aus Erde und Stroh, ist aber in hochwertiger Qualität frei von Gift- und Schadstoffen und daher auch perfekt für Allergiker geeignet. Die Anschaffung kostet mehr als bei vergleichbaren Tapeten, dafür hält der Putz aber auch länger und ist förderlich für die Gesundheit. Kein Wunder, dass Lehm voll im Trend liegt.

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